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Die Immobilienblase in Spanien ist am Platzen!

von realestate1 am 2007-07-03 08:30:36 in Economy
Zuletzt editiert von realestate1 am 2007-07-03 08:40:00


Spanien ist seit zehn Jahren Europas Immobilien-Eldorado - Droht jetzt der jähe Absturz?

 Wo sollen all die Hausbewohner herkommen? Die Frage drängt sich beim Blick auf die riesigen spanischen Neubausiedlungen auf. Duplex-, Triplex-, Quadruplexhäuser ducken sich in Reih und Glied, bedecken ganze Landstriche, wuchern die Küste entlang, weit ins Landesinnere hinein und rund um die Groß­städte. Orte wie Mijas und Manilva gleichen Wäldern aus Krä­nen, aus denen an jeder Straßen­ecke ein Immobilienbüro oder ein „Zu verkaufen"-Schild her­vorlugt.
Spanien ist das Immobilien-Boomland Europas. Vergangenes Jahr wurde der Bau von 860.000 Häuser begonnen, mehr als in Deutschland, Frankreich und Ita­lien zusammen. Im letzten Jahr­zehnt waren es im Schnitt 750.000 pro Jahr. Wer braucht so viel Wohnraum?

Schätzungen zufolge werden jährlich 500.000 neue Haushal­te in Spanien gegründet. Die restlichen 250.000 wurden bis­her Investoren angeboten, und die standen Schlange. Kein Wunder bei den Renditen: In den vergangenen zehn Jahren verteuerte sich Wohnraum um 200 Prozent und mehr - der durchschnittliche Quadratme­terpreis stieg von 686 auf 2.024 Euro. Karrieren vom Polier zum Millionär waren kerne Selten­heit. Die Zahl der Spanier, die auf mehr oder weniger legale Weise mit Bau- und Immobilien­geschäften reich geworden sind, ist groß.
Stimmen, die vor einer Über­hitzung des Markts warnten, verhallten bisher meist ungehört. So ließ die Nationalbank schon vor längerem verlauten, die Immobilien im Land seien um 35 Prozent überbewertet. Hellhörig wurden Branchenkenner aber, als die Kreditinstitute La Caixa und Banco Sabadell unlängst ihre Immobiliensparten verkauften.
Der Anfang vom Ende
Bauriesen wie Ferrovial und Acciona leiten ihr Geld zunehmend in andere Branchen wie den Energie- oder Dienstleistungssek­tor um. Den Absturz des Immobilienkonzerns Astroc Mediterraneo an der Ma­drider Börse im April sehen viele als Anfang vom Ende der Immo-bilienblase.
Dass die fetten Jahre vorbei sind, hat sich herumgesprochen. Seit dem vergangenen Sommer sind die Wohnungsverkäufe um 25 Prozent zurückgegangen. Und auch die Preise steigen nicht mehr wie früher. Nach 18 Pro­zent 2005 waren es im vergange­nen Jahr nur noch sieben Pro­zent. Einige Immobilienfirmen versuchen, Käufer mit Geschenken wie Urlaubsreisen zu locken.
 
Unstimmigkeit aber herrscht darüber, ob es nun zum großen Krach oder zu einer Marktkor­rektur kommt. An die weiche Landung glaubt Jose Ferrando, Leiter des Lehrstuhls für Städte­bau an der Polytechnischen Uni­versität Valencia. „Für Investo­ren sind andere Gegenden Euro­pas attraktiver als Spanien", sagt er. Das Angebot werde deshalb der Nachfrage folgen und all­mählich zurückgehen, sich schließlich auf einem Niveau ein­pendeln, wie es im Rest Europas herrsche. Höchstens Finanzinves­toren, die allzu blauäugig auf den Immobilienzug aufgesprungen seien, hätten Grund zur Sorge.
Jose Garda Montalvo, Wirtschaftsprofessor, ist anderer Mei­nung: Selbst wenn Banken und Immobilienfinnen abwiegelten: „In der Immobilienbranche gibt es keine weichen Landungen. Die Fiesta Inmobiliaria ist vorbei", zitiert ihn die Zeitung El Pais.
 
Auch andernorts werden die Analysten vorsichtiger. „Wir sind bislang der Meinung gewesen, dass die Nachfrage nach Immo­bilien in Spanien durch Faktoren wie etwa eine hohe Zuwande­rungsrate, der Tendenz hin zu mehr Wohnraum pro Kopf und ein gutes Wachstumsumfeld in der Eurozone gestützt wird und somit eine weiche Landung be­vorsteht", heißt es im „Bond Weekly" der HSH Nordbank vom 26. April. Die Analysten be­halten diese Einschätzung grund­sätzlich bei, raten aber nun, Spa­nien „im Auge zu behalten".
Dass Wohnungen mehr sind als ein reines Spekulationsobjekt, macht die besondere Dynamik des Themas aus. Unter den Kun­den, die spanische Immobilien kaufen, kommen - entgegen der allgemeinen Einschätzung - der­zeit nur 1,6 Prozent aus dem Ausland. 84 Prozent der Spanier haben eine eigene Wohnung oder ein Häuschen.
Dabei könnten sich das viele eigentlich gar nicht leisten. Weil jedoch die Banken in der Vergan­genheit äußerst großzügig mit Hypothekendarlehen waren und Kredite über 100 Prozent des Kaufpreises mit bis zu 50 Jahren Laufzeit andienten, wurden sie zu Hausbesitzern auf Pump. Seit 1999 hat sich die Verschuldung der Privathaushalte verdreifacht, davon gehen 90 Prozent auf das Konto der Immobilien.
Damoklesschwert Zinsen
Problematisch ist, dass Hypothe­kendarlehen in Spanien fast aus­schließlich zu variablen Zinssät­zen vergeben wurden. Während der ausgesprochenen Niedrig­zinsphase der vergangenen Jahre war das günstig, die Raten blie­ben bezahlbar. Nun steigen der Europäische Leitzins und der Re­ferenzwert Euribor, die monatli­che Belastung wird höher. Weil Spanien Teil der Eurozone ist, kann auch die spanische Noten­bank darauf nur begrenzt reagie­ren. Sollte die Europäische Zen­tralbank (EZB) den Leitzins auf 4,25 oder gar 4,5 Prozent erhö­hen, könnten für viele die Kreditraten  unbezahlbar werden.
 
„Die Banken haben für solche Krisenfälle vorgesorgt und kom­men meist mit einem blauen Au­ge davon", sagt Heinz-Peter Spahn, Professor für Wirtschafts­politik an der Universität Stuttgart-Hohenheim. Schlimmer tref­fe es die verschuldeten Hauskäu­fer: „Die fallen in ein Liquiditäts­loch."
Angesichts der ersten Anzei­chen für ein Platzen der Im­mobilienblase zeigen sich viele Immobilienbesitzer be­sorgt. Die Tageszeitung „El Pais" beantwortete vier häu­fige Fragen.
Wer ist vom Absturz der Bauunternehmen an der Börse betroffen?
Vorerst trifft sie nur die Ak­tionäre der betroffenen Bau­unternehmen wie Astroc, Colonial und Urbas. Analys­ten vermuten, dass sich Kleinaktionäre nun ver­mehrt aus Immobilienwerten zurückziehen werden.
Ist dies ein guter Moment zum Verkaufen?
Ja, je früher, desto besser. Wer kaufen will, sollte dage­gen    noch    etwas    warten. Möglicherweise müssen Im­mobilienverkäufer die Prei­se, die sie erzielen wollen, nach unten korrigieren.
 
Schon jetzt sitzen viele tief in der Schuldenfalle.Mehr als die Hälfte aller Spanier gab bei einer Umfrage des Nationalen Statis­tik-Instituts INE an, mit dem ver­fügbaren Einkommen nur schwer bis zum Monatsende aus­zukommen. Nicht selten gehen 60 Prozent vom Lohn für die Hypothekenzinsen drauf.
Die Auswirkungen zeigen sich bereits: „Mehr als 50 Prozent de­rer, die jetzt eine Wohnung zum Verkauf anbieten, tun es, weil sie ihre Hypotheken nicht mehr be­zahlen können", berichtet Danny Froreich, Makler in Torrevieja an der Costa Bianca: „Seit vier Wo­chen kommen massiv Immobi­lien auf den Markt, bei denen die Zwangsversteigerung ansteht", so Froreich, der seit 1989 Woh­nungen an der Costa Bianca ver­kauft.
 
Wie teuer können die Hypo­thekenzinsen werden?
Eine Erhöhung des Europäi­schen Leitzinses auf vier Prozent im Juni ist wahr­scheinlich, ebenso eine Er­höhung bis Jahresende auf 4,25 Prozent. Im Euribor sind diese Erhöhungen je­doch schon einkalkuliert: Er könnte sogar wieder sinken.
Woran zeigt sich das Ende des Booms?
Die Immobilienpreise sind im Jahr 2006 nur noch um sieben Prozent gestiegen, die Verkäufe sind seit vergange­nem Sommer um 25 Prozent zurückgegangen.
 
Ohne Bauboom keine Jobs
In der Tat droht ganzen Wirt­schaftszweigen eine Schieflage: So schließen an der Costa del Sol und der Costa Bianca nun fast täglich Immobilienbüros. Mieten statt kaufen heißt der Rat, den Banken mittlerweile jungen Leu­ten auf Wohnungssuche erteilen.
 
Hart treffen würde ein Immo­biliencrash vor allem die Beschäf­tigten der Baubranche, die 18 Prozent der spanischen Wirt­schaft ausmacht und für einen Großteil des Wachstums verant­wortlich ist. 56 Prozent der Un­ternehmen in Marbella hängen von der Bau- und Immobilien­branche ab. Etwa jeder dritte Ar­beitsplatz an der Costa del Sol ist mit der Bautätigkeit verbunden. Immigranten aus Lateinamerika und Osteuropa finden in dieser Branche scharenweise ihr Aus­kommen.
Seopan, die Denkfabrik der spanischen Bau- und Immobi­lienwirtschaft, hat errechnet, dass 100.000 weniger gebaute Woh­nungen im Jahr den Verlust von 200.000 Arbeitsplätzen bedeuten würden. Die Arbeitslosenquote, derzeit bei 8,5 Prozent, könnte in einigen Gegenden Spaniens in die Höhe schnellen.
„In diesem Fall bliebe dem spanischen Staat nur, massiv ge­genzusteuern und ein Investi­tionsprogramm für die Baubran­che, etwa mit neuen Autobah­nen, zu starten", so der Stuttgar­ter Volkswirt Spahn. Die möglichen Auswirkungen eines Immo­bilienkrachs in Spanien auf den Rest Europas schätzt er eher ge­ring ein:
„Die europäische Kon­junktur, die sich gerade erholt, wird vom spanischen Fall allein nicht in die Knie gezwungen."




Credit: http://community.livejournal.com/isic_costa/5346.html

 

In Immobilien investieren und Geld verdienen

von realestate1 am 2007-06-04 10:57:57 in Economy


Viele Deutsche entscheiden sich dafür in ein Haus in Spanien zu investieren. Gutes Wetter, schöne Strände, kristallblaues Wasser und entspannende Atmosphäre sprechen für die Küsten Spaniens wie: Costa Blanca oder Costa del Sol. Wenn Sie in Immobilien investieren wollen, sollten Sie sich erst über Ihre Gründe im Klaren sein. Wenn Sie ihre Prioritäten kennen, wird es leichter das passende Haus zu finden, das Ihrem Budget gerecht wird.

Wenn Sie schnell Geld machen wollen, ist es am besten ein Grundstück zu finden, das unter dem durchschnittlichen Marktpreis liegt und dafür einen Vertrag abzuschliessen. Sie sollten dann einen Immobilieninvestor ausfindig machen, der investieren will und an den Sie den Vertrag verkaufen können. Mit dieser Strategie müssen Sie nicht viel Zeit oder Geld investieren. Wenn Sie auf längere Sicht Geld machen wollen, ist es am besten ein Haus zu kaufen, das nicht im optimalen Zustand ist. Nach einem Face-Lift (Generalüberholung): verschiedene Renovierungen, Rohre verlegen, neuer Anstrich machen wirklich einen Unterschied. Sie können auch nur das Grundstück kaufen in einem Gebiet wo es potentielle Entwicklungsmöglichkeiten gibt, um es später teurer weiterzuverkaufen.
 

Madrid befindet sich im Neubaufieber

von realestate1 am 2007-04-09 14:01:05 in Miscellaneous


In der spanischen Hauptstadt gibt es zur Zeit einen Immobilienboom. Die Preise für Büros und Wohnungen steigen rasch. Madrid gehoert damit zu Metropolen wie Paris und London.

 

 

Renwick McLean, Autor beim "International Herald Tribune" meint, dass Madrid in kuerzer Zeit eine der modernsten Städte Europas warden soll, wie etwa Paris oder London. Er plant 70 Großbaustellen derzeit.

Bauzäune, Kräne, Bagger und haushohe Staubwolken - die Vier-Millionen-Einwohner-Metropole sind Ausnahme. Metro-Linien werden laenger gemacht, Umlandgemeinden mit der Hauptstadt in Verbundung gebracht. Baulücken werden gefuellt.Man beabsichtigt in Museen wie der Prado und das Reina Sofia Museum of Contemporary Art neue Abteilungen zu bauen, und fast jede Woche bereichern zudem neue oder renovierte Wohnungen den Markt.

Eine Stadt, die Zeit etsprechend wirkt und mit viel moderner Architektur, das ist der Wunsch des Bürgermeisters Gallardón. Bilbao, Córdoba, Barcelona und Valencia hätten es frueher gemacht, jetzt kommt Madrid an der Reihe. Die Stadt hat sich verändert. Viele Buerger stöhnen, das es überall laut und dreckig ist. Aber seien die Kräne verschwunden, seien die meisten doch stolz. Am Ende erfaehrt man, ob alle Projekte gut sind für die Stadt.

 

Fuer Erfolg halten President und Bürger bis jetzt vor allem den neuen Terminal 4 am Flughafen Madrid Barajas. Dieser wurde von dem spanischen Premierminister José Luis Rodriguez im Februar feierlich eröffnet. Ultramodern, mit viel Tageslicht, räumlicher Klarheit und zum Teil futuristischem Design - den Projekt des britisch-spanischen Architekten-Duos Richard Rogers und Antonio Lamela erwartet man . Wie eine aeussert große Raupe befindet sich der spektakuläre 120 000-Quadratmeter-Bau in der Landschaft. 65 bis 70 Millionen Fluggäste kann man jetzt jedes Jahr  abfertigen.

 

 

Ambitionierte Infrastrukturverbesserungen sind nicht folgenlos für spanish properties. Wohnungen etwa seien teurer geworden, zur Miete und zum Kauf. Und in der Wirklichkeit, für wenig Euro ist eine ordentliches Wonhung bzw Haus über dem Kopf ist nicht zu bekommen: 700 Euro Miete moechte der Eigentümer für eine 30 Quadratmeter große Wohnung. Im Salamanca-Viertel im Norden des Retiro-Parks sind Wohnimmobilien noch kostspieliger. Der Quadratmeter kostet dort 12 000 bis 15 000 Euro.

Das gibt Geschäftsführer der spanischen Abteilung der Oppenheim Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft (OIK) bekannt. Sie macht Investitionen für Versicherungen und Pensionskassen in europäische und amerikanische Immobilien.  In 28 Spezial-Fonds mit insgesamt 523 Objekten hat sie momentan 9,7 Milliarden Euro angelegt. 215 der Immobilien sind in Deutschland, 99 in den Niederlanden und 18 in Spanien. Circa 80 Transaktionen wickelt die Gesellschaft das ganze Jahr ab, eine steigende Anzahl auch in Madrid. Die Strategie des Hauses sieht ein längerfristiges Halten der Objekte im Portfolio vor, trotzdem stieg die Taktzahl bei den Verkäufen in den vergangenen Monaten spürbar. Die Geschäftsführerin sagt, sie bekammen für ihre Immobilien zu gute Angebote, deshalb koennen sie nicht abstimmen.

 

Die Liquidität im Markt ist in die Hoehe und das Angebot an Bürohäusern, Einkaufszentren oder Logistikparks zu gering. In 2002 hat der Geschaeftsfuehrer in der weiteren Umgebung der Stadt ein Bürohaus für 34 Millionen Euro gekauft. Im vergangenen Jahr bot ein Käufer für dasselbe Objekt 50 Millionen Euro.

 

In der Umgebung Madrids – vornehmlich im Osten und Norden – werden in den vergangenen Jahren viele Businessparks mit Büro- und Freizeitzentren gebaut. Nach dem Ende des New-Economy-Booms werden Anfang des Jahrzehnts aber auch dort viele Flächen nicht gemietet. Stellenweise sind bis zu 27 Prozent der Neubauflächen leer.

 

Doch die schlechten Zeiten sind auch für die Randlagen vergangen. Der Anteil ungenutzter Flächen beträgt nur noch in Ausnahmefällen 20 Prozent. Im näheren Umland sind die Überhänge um knapp zehn Prozent gefallen. Die Unternehmen fragen nicht mehr , die Preise nehmen weiter zu. Wer jetzt eine innerstädtische Fläche anmietet, muß bis zu 28,50 Euro je Monat und Quadratmeter zahlen. Deswegen kaufen finanziell potente Büronutzer  in diesen Tagen immer häufiger gut gelegene Bestandsimmobilien und lassen sie nach den eigenen Wünschen umbauen. Ein besonders gelungenes Vorbild ist in der Innenstadt im Sueden zu bewundern. Dort hat ein internationaler Investmentberater ein altes Tabaklager erworben.

 

Nur in den ersten drei Monaten dieses Jahres investiert man eine Milliarde Euro in den Gewerbeimmobilienmarkt. Das sind 50 Prozent mehr als im vorigen Jahr. In den folgenden Monaten hat die Dynamik anzuhalten.

 Madrids Bürgermeister ist trotzdem stark kritisiert. Er hat die Stadt mit all den Baustellen ins Chaos gebracht und immense Schulden angehäuft. So berichten lokale Zeitungen. Die "International Herald Tribune" berichtet, dass der Buergermeister seit Amtsantritt das Haushaltsdefizit verfünffacht hat. Um diesen stolzen Preis kann seine Stadt in die Oberliga europäischer Metropolen katapultieren.

 

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